Viele Anwohner berichten von Angst, besonders abends. Messerangriffe, Raub und offener Drogenhandel sind Themen, die immer wieder genannt wurden – nicht sensationsheischend, sondern resigniert.


Auffällig war auch das massive Müllproblem. Überquellende Tonnen, Sperrmüll auf Gehwegen, verdreckte Ecken. Das wirkt banal, ist aber ein klares Warnmerkmal: Hier fühlt sich niemand mehr wirklich zuständig.
Gleichzeitig ist die Nordstadt stark von Migration geprägt. Viele Menschen versuchen ehrlich, sich ein Leben aufzubauen. Andere sind gescheitert – an Sprache, an Bürokratie, an Parallelstrukturen. Integration wirkt hier nicht wie ein gesteuerter Prozess, sondern wie ein Glücksspiel.


Was mich am meisten beschäftigt hat, war diese Mischung aus Resignation und Trotz. Einige haben längst aufgegeben, andere kämpfen weiter – für ihre Straße, ihr Haus, ihre Kinder. Genau das wollten wir zeigen!
