Zunächst führten wir Gespräche mit Besetzern. Es ging um die lange Zeit der Besetzung, um politische Selbstbilder, interne Konflikte und um die Frage, der Rechtfertigung, für solche Aktionen.


Doch dabei sind wir nicht stehen geblieben.
Wir sind weiter durch andere bekannte Szeneviertel der Stadt gegangen.
Was wir dort dokumentiert haben, ergab ein klares, ernüchterndes Bild: verwahrloste Straßenzüge, flächendeckende Schmierereien, massive Sachbeschädigungen und offen sichtbare Parolen, die nicht nach Protest, sondern nach Aggression und Gewaltbereitschaft aussehen.


Das sind keine temporären Auswüchse mehr, sondern Zustände, die auf Dauer angelegt wirken. Kontrolle findet hier offensichtlich kaum noch statt.
Der brisanteste Moment folgte am Ende unserer Recherche. An einem Ort, der als Treffpunkt der Szene gilt, stießen wir auf einen Karton mit Sturmhauben, Baseballschlägern sowie Antifa- und LGBTQ-Kennzeichen.

