Gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Adam Balten und Ulrich von Zons waren wir vor Ort. Beide wollten sich selbst ein Bild machen und nicht allein auf Berichte Dritter vertrauen.

Gespräche mit Anwohnern, Eindrücke aus Nebenstraßen und Beobachtungen im direkten Umfeld zeichneten ein differenziertes, aber angespanntes Bild.Themen wie Drogenhandel, Gewaltvorfälle und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit wurden mehrfach angesprochen.

In einer U-Bahn kam es zu einer Szene, in der Mitglieder unserer Gruppe angepöbelt wurden. Die Situation blieb verbal, zeigte jedoch, wie schnell Spannungen im öffentlichen Raum entstehen können. Solche Momente verdeutlichen, wie gereizt das Klima in bestimmten Bereichen inzwischen ist.

Auf einem Markt in der Umgebung stießen wir zudem auf leicht verderbliche Lebensmittel, die ungekühlt und teils offensichtlich nicht sachgerecht gelagert angeboten wurden. Das wirft Fragen nach Kontrolle, Hygiene und behördlicher Aufsicht auf.

Auffällig war zugleich, dass unsere Begleiter – trotz der beschriebenen Zustände – immer wieder gelacht haben. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern als Ausdruck einer gewissen Routine im Umgang mit schwierigen Lagen.

Die Sicherheitslage wurde ernst genommen. Für diesen Berlin-Besuch begleiteten uns sechs bewaffnete Beamte des Bundeskriminalamt in Zivil sowie drei Einsatzfahrzeuge in Bereitschaft. Diese Präsenz war Teil eines Schutzkonzepts.