„Real Live mit Felix“ hat uns nach Köln eingeladen. Gemeinsam wachen wir uns auf den Weg in eine berüchtigte Antifa-Hochburg.

Felix berichtete uns, dass er früher regelmäßig als DJ in diesem Club in Ehrenfeld aufgelegt habe und dort lange problemlos akzeptiert gewesen sei. Als jedoch seine politische Meinung bekannt wurde, habe sich die Stimmung gegen ihn gewendet und die Zusammenarbeit sei beendet worden.

Armut ist sichtbar, Hausfassaden sind übersät mit Schmierereien, aggressive Sticker mit klaren politischen Feindbildern kleben an Laternen, Türen und Schaufenstern.

Auffällig war die Vielzahl politischer Parolen, die weit über gewöhnlichen Protest hinausgehen. Wände, Fensterläden und sogar Dächer wiesen Beschädigungen auf. Das Straßenbild wirkt dadurch nicht wie kreative Subkultur, sondern wie dauerhaft akzeptierte Sachbeschädigung.

Ein prägnanter Moment ereignete sich, als unsere Reporterin Lena in einem Café offen erklärte, AfD-Wählerin zu sein. Kurz darauf wurde sie des Lokals verwiesen. Unabhängig von politischer Haltung stellt sich die Frage, wie belastbar das propagierte Selbstbild von Toleranz denn überhaubt vorhanden ist.

Für eine Gruppe Frauen aus Bayern, die wir vor Ort interviewten, war der Zustand in Ehrenfeld nach eigener Aussage ein Schock. Sie zeigten sich überrascht über das Ausmaß an Schmierereienund aggressiver Symbolik.